Der Cast 

 

 Sascha Lien
 als “Berblinger”

Sascha Lien startete seine musikalische Karriere mit 15 Jahren in einer vierköpfigen Band. Gespielt wurden nur eigene Songs – natürlich Rock! In dieser Zeit absolvierte er eine Gesangsausbildung bei Marty Beck und wechselte nach drei Jahren in eine neue Band („Czakan“), die Anfang der 90er als Support-Act von Uriah Heep durch Deutschland tourte. Nach weiteren zwei Jahren wollte sich Sascha stilistisch neu orientieren, zog nach Frankfurt für die Band “Lilian White“ (später „Lil.. White Krauts“) und tourte mit dieser Formation vier Jahre lang durch sämtliche Live-Clubs des Landes.

In dieser Zeit lernte er den Schlagzeuger und heutigen Produzent Frank Zumbroich, mit dem er mehrere Alben produzieren sollte. Die beiden spielten gemeinsam über fünf Jahre bei Number Nine jeweils über 100 Gigs im Jahr. 2001 erschien unter dem Namen „Alexander Lien“ das Album „Momentary Magic“ bei dem Label „edel“. Sascha bekam bundesweites Airplay und schaffte es unter anderem mit den zwei Singleauskopplungen “Livin’ Easy“ und „Under your Sun“ für mehrere Wochen auf Platz 1 in den WDR2-Hörercharts.

2007 startete er seine Musical-Kariere mit der Hauptrolle des Queen-Musicals „We Will Rock You“, die Ulmer kennen ihn auch als jugendlichen Helden Drew Boley in „Rock of Ages“ im Theater Ulm. Und nun steht Sascha Lien in „Ich bin in Berblinger“ als Nachfahre des Schneiders von Ulm auf der Bühne, der es sich zur Aufgabe macht, seinen Urahn zu rehabilitieren.

 Sofie Denner 
 als “Isabelle”

Sofie Denner begann ihre musikalische Laufbahn im von Hans de Gilde geleiteten Kinderchor der „Ulmer Spatzen“. Nach drei Jahren war damit allerdings Schluss: Der Besuch einer „Wicked“-Aufführung im Stuttgarter Palladium-Theater sollte ihre Lebensplanung umkrempeln. „Diese Inszenierung hat mich regelrecht umgehauen“, sagt sie. Danach war für Sofie klar, dass die Musicalbühne ihre Heimat sein sollte. Sofie wechselte an die Musikschule Neu-Ulm zum Musical-Spezialisten Jens Blockwitz, heimste mehrfach Bundespreise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ ein und ging nach Wien, um dort das Fach Musical zu studieren.

In Wien war sie auch in diversen Musical-Produktionen zu sehen.

In „Ich bin ein Berblinger“ singt sie die Rolle der Isabelle Mohr. Sie ist die Sekretärin des Bösewichts Gerolf Hampel, der Berblinger über den Tisch ziehen will, aber die junge Frau findet den Nachfahren des Flugpioniers viel anziehender als die Pläne ihres Chefs. Und in „Ich bin ein Berblinger“ gibt es auch ein Wiederhören mit Hans de Gilde und den „Ulmer Spatzen“!

 

Brix Schaumburg als “Rollinger”

Brix Schaumburg spielt in „Ich bin ein Berblinger“ den korrupten Psychiater Manfred Maria Rollinger. Als Musicaldarsteller steht er seit 2013 auf der Bühne – unter anderem im „Dschungelbuch“ in der Hauptrolle des Mowgli, in „Die 3 ???“, „Transparencia“, oder „Tanz auf dem Vulkan“. 2020 ging er sogar mit der „Paw Patrol“ und Nickelodeon auf Arena-Tournee und hat seinen zweiten 2. Podcast „Herzfarben“ veröffentlicht, der sich mit Fragen rund um die Themenfelder Identität und Gender befasst und der für den deutschen Podcast-Preis nominiert wurde.

Brix Schaumburg spielte 2020 in der Fernsehserie „Sunny – Wer bist du wirklich?“ den Trans-Mann Nik. Damit war er nicht nur der erste Trans- Mann, der einen Trans-Mann im deutschen Fernsehen spielte, sondern auch der erste Trans-Mann mit einer durchgehenden Hauptrolle im deutschen Fernsehen.

Eine Bühnenfigur, der Schaumburg wiederkehrend bei Soloabenden Leben einhaucht, ist die Dragqueen-Persona Miss Cherry La Boom. Über sie sagt er: „Für mich ist Drag eine Kunstform, hinter der man sich auch ein bisschen verstecken kann. Man kann Dinge sagen, die man sich sonst nicht trauen würde. Ich habe zum Beispiel einen krassen Ruhrpott-Humor, den ich dann eher als Miss Cherry La Boom ausleben kann.“
Im Juli 2020 veröffentlichte er „It will be fine“, eine Pride-Hymne anlässlich der wegen der Covid-19-Pandemie ausgefallenen CSD-Saison. Für den Song fand er mehr als fünfzig Mitwirkende aus aller Welt, die Teile daraus gemeinsam mit Brix interpretieren, darunter Prominente, wie Schauspieler Wilson Gonzalez Ochsenknecht oder TV-Moderatorin Annie Hoffmann,

 

Sebastian „Gniechel“ Christ
als “Hampel”

 

Sebastian „Gniechel“ Christ wurde im niedersächsischen Einbeck geboren und schrieb schon im Alter von vier Jahren seine ersten Geschichten, die er seiner Mutter diktierte, weil er noch nicht selber schreiben konnte. Im Laufe der Jahre wurde er zum Cartoon-Zeichner, Filmemacher, Bandgründer und entdeckte auch 1993 die Bühne für sich. 2008-2012 produzierte er „Die goldene Gniechel Show“, die unter anderem im Hamburger Lokalfernsehen zu sehen war. 

Heute lebt er in der Nähe Hamburgs als Schauspieler, Moderator und Sprecher. 

Im TV wirkte er in der Kindersketchserie „Leider Lustig“ bei Kika mit.

Auf der Bühne ist er regelmäßig zu sehen. In den letzten Jahren etwa als Bürgermeister im Bibi-Blocksberg-Musical „Hexen Hexen überall“, in den beiden Uwe Müller Musicals „Das Zauberschloss“ und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, sowie als Rabe Karl im Musical „Die Schneekönigin“.

Seit März 2019 gehört er zum festen Ensemble des Theaters Lichtermeer und ist dort unter anderem als Lukas in „Jim Knopf“, Balu in „Das Dschungelbuch“, Jan in „Jan & Henry lösen jeden Fall“, sowie als Gerd in „Der kleine Drache Kokosnuss“ zu sehen.  

Als Sprecher hört man ihn in der neuen Hörspielserie „Anomalia“ in der Rolle des Fieslings Marc Nicholson. Den Fiesling gibt er nun auch wieder in “Ich bin ein Berblinger”. Denn dort spielt er den Gauner Gerolf Hampel.

Mehr von Gniechel gibt es auf seinem Youtube-Kanal www.youtube.de/gniechel oder auf seinem Instagram-Account, in dem er die Zuschauer mit hinter die Bühne nimmt.

 

Regie
Thomas Dietrich

Thomas Dietrich stand schon im Alter von 11 Jahren im Kinderchor der Niedersächsischen Staatsoper Hannover zum ersten Mal auf einer professionellen Bühne. In den folgenden Jahren spielte er in mehreren Theatergruppen und sang zeitgleich in zahlreichen Chören. Nach dem Staatsexamen und Magister Artium in Deutscher Literaturwissenschaft, Philosophie und Pädagogik arbeitete er zunächst an der Staatsoper Hannover, dann am Ulmer Theater als Regieassistent, Darsteller, Disponent und Spielleiter. Er bestand in der Zeit auch die Bühnenreifeprüfung als Schauspieler. Seit 1991 ist er freiberuflich als Regisseur tätig, unterbrochen von einer 3-jährigen Intendanz am Theater Neu-Ulm. Er arbeitet auch als Produktionsleiter und Stagemanager sowie als Dozent an Schauspiel- und Musicalschulen und als Zeitungskritiker.

 

Thomas Dietrich hat inzwischen an die 70 Inszenierungen von Oper, Operette, Musical und Schauspiel erarbeitet, darunter viele Uraufführungen, hat unzählige Male selbst auf der Bühne gestanden und auch ins Filmgenre geschnuppert. Daneben arbeitete er auch für André Hellers Show „Afrika! Afrika!“ und ihren Nachfolger „india“ sowie seit der Gründung 2002 für die RuhrTriennale in Duisburg und Bochum. Zahlreiche Engagements führen ihn auch immer wieder in die Schweiz.